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wissenschaft-gewerkschaft.at

Einleitung

Das ist ein Buch des gegenseitigen Kennenlernens. Des Kennenlernens zwischen GewerkschafterInnen und WissenschaftlerInnen, für die das Thema „Gewerkschaft“ wichtig genug ist, um sich mit ihm in ihrer Forschungsarbeit auseinanderzusetzen. Aber auch des gegenseitigen Kennenlernens von WissenschaftlerInnen verschiedener Fachrichtungen, von denen manche über die Mitarbeit an diesem Band erstmals miteinander in Berührung gekommen sind.

Es ist dazu ein Buch der Zusammenarbeit von Generationen – von älteren und jüngeren WissenschaftlerInnen, von WissenschaftlerInnen, die die Redaktion als HerausgeberInnen beratend unterstützten, und von WissenschaftlerInnen, die als AutorInnen ihre Beiträge zur Verfügung stellten – WirtschaftswissenschaftlerInnen, RechtswissenschaftlerInnen, PolitikwissenschaftlerInnen, SozialwissenschaftlerInnen und HistorikerInnen.

Das Projekt ist – zumindest für Österreich – eine Innovation, und diese Innovation hat einen Anlass: Der ÖGB-Bundeskongress 2013 ἀndet 120 Jahre nach dem ersten Kongress statt, an dem 1893 GewerkschafterInnen aus ganz Österreich teilnahmen und eine erste gesamtösterreichische Organisation gründeten. („Aus ganz Österreich“, das soll hier noch ausdrücklich vermerkt sein, bedeutete damals auch aus den heutigen Staaten Tschechien, Polen, Ukraine, Italien und Slowenien.) Sie erhoben damit den Anspruch, als gleichberechtigte Interessenvertretung der ArbeitnehmerInnen in Staat, Gesellschaft und Wirtschaft anerkannt zu werden. Sie verbanden das Anliegen, alles beizutragen, um die Arbeits- und Lebensbedingungen der ArbeitnehmerInnen konkret und spürbar zu verbessern, mit dem Anliegen, sich am Kampf für eine gerechtere Gesellschaft zu beteiligen. Ihre Beschlüsse standen am Beginn der Entwicklung, die Österreich nach 1945 zu einem modernen Sozialstaat machte.

Der Anlass führte zu der Idee, die Forschungsarbeit zu Geschichte und Entwicklung der österreichischen Gewerkschaftsbewegung, die während der letzten 30 Jahre geleistet wurde, verbunden mit den unverzichtbaren Informationen aus den bisher publizierten Gewerkschaftsgeschichten in eine neue Darstellung einzubeziehen.  Die fünf Bände, von denen der erste die frühe Geschichte bis zum Ersten Weltkrieg behandeln wird,  werden ab 1914 unter dem Gesamttitel „Gewerkschaft in Österreich“ im ÖGB-Verlag herauskommen.

Der hier vorliegende Band erscheint ihnen vorgelagert zum ÖGB-Bundeskongress und soll sie begleiten. Es ist zu hoffen, dass die Kongress-Delegierten darin die eine oder andere für sie interessante Anregung und Information ἀnden.

Der Dank zum Schluss ist immer die schönste Aufgabe der Redaktion. Er sei an dieser Stelle allen ausgesprochen, die sich auf das Abenteuer einließen, das das Projekt „Wissenschaft über Gewerkschaft“ bedeutete: den HerausgeberInnen und AutorInnen, den Verantwortlichen im Österreichischen Gewerkschaftsbund, Gerhard Broethaler und Peter Autengruber vom ÖGB-Verlag und all den anderen KollegInnen, die bei der Lösung unterschiedlicher Probleme hilfreich waren.

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